Fasching Füssen

Die Geschichte,

wie unser Faschingsverein

zu seinem  Muckl kam. 

 

Nachdem wir uns von unserem Dreigestirn getrennt hatten, standen wir vor der schwierigen Aufgabe, einen adäquaten Ersatz zu finden.

 

Bei der Recherche stießen wir auf bislang unbekannte Archivunterlagen. Hier wurde von einem Mann erzählt, der vor vielen Hundert Jahren in Füssen gelebt haben soll. Von den Füssnern sei er nur „der Muckl“ genannt worden. Schornsteinfeger soll er gewesen sein. Vielmehr war aber zunächst nicht herauszufinden. Es stellte sich aber schnell heraus, dass offensichtlich einige Seiten fehlten. Sollte hier etwas verheimlicht werden? In Füssen doch nicht! Wir ließen nicht locker und forschten weiter.

 

Ausdauer wird belohnt. Und so erfuhren wir, dass dieser Muckl ein rechter Schelm gewesen sein muss. Muckl wurde er genannt, weil er eigentlich ein recht netter liebevoller Zeitgenosse war. Allzu gerne zog er aber durch die Stadt und hielt alle zum Narren. Immer wieder hielt er den Füssner Bürgern und auch den Räten der Stadt den Spiegel vor, und nahm auch  kein Blatt vor den Mund, wenn es darum ging,  ihnen ihre Untugenden vor Augen zu führen. Er stieg den Leuten also nicht nur berufsbedingt auf’s Dach. 

 

Eines Tages wurde es den Füssnern aber  zu bunt. Kurzerhand entledigten sie sich des Muckls. Noch während er von den Häschern abgeführt wurde, soll er einen Fluch über die Stadt Füssen gesprochen haben. Demnach solle alles Grundwasser gen Schwangau fließen, der Stadtsäckel ein nimmer zu schließendes Loch haben, und selbst wenn sie ihn nun am höchsten Baume aufhängen; eines Tages werden rechtschaffene Schelme in sein Gewand schlüpfen und es ihm gleichtun.  Schlau wie die Füssner waren, verscharrten sie deshalb sein Gewand an einem geheimen Ort.

 

Also machten wir uns auf die Suche. Und tatsächlich fanden wir die Stelle im Baumgarten, an der sein Gewand verscharrt wurde. Mit einem Dreifachen HAU RUCK! zogen wir es aus der Erde.  Dieses war in einem erstaunlich guten Zustand. Hier sieht man, wie widerstandsfähig der Füssner Filz doch ist. Denn dieser Filz, von dem schon so viel gehört und geschrieben wurde, ziert nun das Beinkleid des Fiassar Muckl. Und die Schornsteinfegerjacke schützt unseren Muckl vor Wind und Wetter.

 

 

Eine Kopfbedeckung fanden wir leider nicht. Deshalb trägt der Fiassar Muckl nun einen „Dreispitz“. In Anlehnung an die Dreizahl im Füssener Stadtwappen.

 

 

Also aufgepasst. Er geht wieder um.

 

Der Fiassar Muckl!

 

Ihr seid der Meinung, das kann alles gar nicht so gewesen sein? Und sei alles Unfug? - wer weiß....Manchmal spricht der Narr die Wahrheit!

 

 diese Geschichte ist frei erfunden..... oder doch nicht ganz?

Fasching Füsssen